Die Lage in Libyen spitzt sich zu. Dutzende Menschen wurden bei Protesten gegen Muammar al-Gaddafi getoetet. Der Despot liess gezielt auf Demonstranten schiessen, setzt Soeldnertrupps gegen seine Landsleute ein. Doch die Aufstaendischen wollen weiterkaempfen.
Er schrie, keifte, schwadronierte: In einer mehr als einstuendigen Fernsehansprache hat sich Libyens Diktator Gaddafi an sein revoltierendes Volk gewandt. Er wetterte gegen Feinde des Regimes - und schwor, lieber zu sterben als aufzugeben.
Der UN-Sicherheitsrat kommt seinem Ziel naeher, Sanktionen gegen das libysche Regime noch am Wochenende in Kraft zu setzen. Das 15-Laender-Gremium in New York kehrte am Samstag an den Verhandlungstisch zurueck.
Die Lage in Libyen ist chaotisch: Aufstaendische und Regierungstreue liefern sich erbitterte Kaempfe um strategisch wichtige Staedte. Laut Anwohnern halten die Rebellen dagegen, doch Gaddafi laesst Luftangriffe fliegen und ueber das Fernsehen angebliche Erfolgsmeldungen verbreiten.
Die Gaddafi-Gegner berichten von Erfolgen: In der hart umkaempften Stadt Misurata soll der Hafen wieder in ihrer Hand sein. Man habe zahlreiche Scharfschuetzen getoetet. Auch in Adschdabija haben die Aufstaendischen die Anhaenger des Despoten zurueckgedraengt. Die Ereignisse im Liveticker.
Muammar al-Gaddafi will den Kampf gegen die Rebellen fortsetzen. Wir sind nicht dumm, wir sind nicht feige, wir sind tapfer, sagte er in einer neuen Audio-Botschaft.